Bienvenue sur la page de la MAS (Medical Anthropology Switzerland).

Créée en 1992, la Commission interdisciplinaire d'anthropologie médicale (CIAM; depuis 2003 MAS: Medical Anthropology Switzerland) est une commission active de la Société suisse d'ethnologie (SSE). Son objectif est de favoriser la communication professionnelle entre les membres des différentes disciplines qui s'intéressent aux aspects sociaux, culturels, biomédicaux, psychologiques ou psychiatriques de la santé. La CIAM réunit des ethnologues, des médecins et des professionnels de la santé de toutes les régions de Suisse.

Ces dernières années, l'anthropologie médicale s'est rapidement développée tant théoriquement que pratiquement. Son enseignement apparaît dans les universités et dans les formations médicales ou sociales. La CIAM soutient cette évolution en organisant des symposiums annuels et des colloques, ainsi qu'en créant un réseau de membres associés issus de différentes disciplines scientifiques.

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10 Jahre IKME-CIAM 1992 - 2002: Vorgeschichte

Mai 1989 Martine Verwey (Uni ZH) und Brigit Obrist (Uni BS): Vorschlag 'Medizinethnologie' für SEG-Kompaktseminar eingebracht
September 1989 SEG-Kompaktseminar 'Ethnomedizin/Ethnomédicine' in Le Louverain/NE durchgeführt
Januar 1991 Hans-Rudolf Wicker und Brigit Obrist: Organisation einer ersten Diskussionsplattform 'Medizinethnologie' in Bern, Vorschlag für 'Arbeitskreis (AG) «Medizinethnologie»' eingebracht
November 1991 Treffen AG 'Medizinethnologie' in Bern
Im Jahr 1991 3 verschiedene Kolloquien organisiert
April 1992 Treffen AG 'Medizinethnologie' in Bern
Mai 1992 Antrag an SEG um Aufnahme als (offizielle) Kommission
Juni 1992 Jahresversammlung SEG: 'Interdisziplinäre Fachgruppe Medizinethnologie/IFME' als Kommission einstimmig angenommen; Brigit Obrist: erhält Auftrag zur Bildung einer nationalen medizinethnologischen Kommission
23.1.1993 1. Sitzung der IFME in Bern; Umbenennung in IKME

Colloques

1993 Prévention du SIDA: Apports de l'Anthropologie Médicale (Lausanne)
Selbstpflegefähigkeiten. Gesundheitsverständnis und Umgang mit Gesundheit und Krankheit am Beispiel zweier Feldstudien in der Schweiz und Nicaragua (Zürich)
Medizin als pluralistisches System in aussereuropäischen Kulturen. Basisgesundheitsversorgung, medizinischer Pluralismus und Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitsbereich (Basel)
1994 Kranksein in der Fremde: Interkulturelle Kommunikation im Gesundheitsbereich (Gwatt/BE)
Familienplanung und Mutterschaft (Zürich)
Vieillesse et Culture (Lausanne)
1995 Migration und Schmerz. Interdisziplinäre Perspektiven (Bern)
1996 Medizin und Ökologie (Zürich/Aarau/Basel)
Kultur und Behinderung (Basel)
Umgang mit Traumata (Zürich)
1997 Frauenbeschneidung: Kulturelle Praxis oder Menschenrechtsverletzung (Bern)
Théorie de la médiation culturelle dans le monde des soins (Lausanne)
1999 «Cultural Perspectives in Clinical Practice: New Relationships between Anthropology and Medicine» (Basel); «Rethinking Psychiatry. A Critique of DSM4 and ICD 10 from a Cross-cultural Perspective» (Basel); «Social Suffering and the Transformation of Social Experience in the New World Disorder» (Basel)
«Culture, Ethics, and Experience: An Anthropological Approach to Moral Theory based on the Ethnography of Social Experience» (Bern); «Psychosomatics and Local Biologies: How Mind, Brain and Society interact to create new questions for Anthropology and Medicine» (Bern)
2001 Medizinischer Pluralismus in Südindien (Zürich)
2002 Zwei Nachwuchs- und Vernetzungsstreffen in Basel und Bern
2003 «Participatory Research in Health» (Bern) Fit fürs Feld: Gesundheit in der Forschung - Forschung über Gesundheit mit Schwerpunkt Ernährung (Zürich)
2005 «Methoden qualitativer Datenanalyse im Bereich Gesundheit und Krankheit» (Basel)
22. Februar 2005
Programm: PDF-Dokument Zusammenfassungen: Document PDF
2006 "DE L'EFFICACITE : ENTRE TECHNIQUE ET SYMBOLE". UNE JOURNEE INTERDISCIPLINAIRE. Jeudi 6 Avril 2006. Université de Lausanne. Organisation: Jérôme Debons : +41(0)21-692-31-97, jerome.debons@unil.ch Programm: PDF-Dokument
2007 30. November / 1. Dezember 2007 ''Health on the Move' - Gesundheit und Krankheit in einer globalisierenden Welt / 'Health on the Move' - Health and Illness in a Globalising World' (MAS-Panel anlässlich der SEG-Jahreskonferenz in Basel).
Calls in Deutsch und English.

Symposium

1993 Cecil Helman: "Building Bridges. Dialogues between Anthropology and Medicine" (Basel)
1994 Migration und Gesundheit (Gwatt/BE)
1995 Rapid Assessment Procedures in Health Intervention Research: Opportunities and Limitations (Gwatt/BE)
1996 L'Anthropologie Médicale Appliquée (Crêt-Bérard/VD)
1997 Gewalterfahrungen bei Immigrantinnen und Immigranten (Gwatt/BE)
1998 Médecine(s) et Pouvoir(s) (Genf)
1999 Arthur Kleinman: "Discourse between Anthropology, Medicine and Psychiatry" (Basel)
2000 Traumatization in the Context of Migration: Mechanisms of Marginalization and Perspectives for Empowerment (Bern)
2001 Gender, Gesundheit und Menschenrecht (Zürich)
2002 Medizinethnologie im Spannungsfeld von Theorie und Praxis (Basel)
Programm: PDF-Dokument
2003 La santé en débat. Politiques de la co-disciplinarité (Lausanne)
Programm: PDF-Dokument
2004 Die Politik der Emotionen. Zur Wechselwirkung zwischen neuen psychiatrischen Erklärungsmodellen und sozialen Veränderungen
5./6. November 2004, in Zürich
Programm: PDF-Dokument
2005 26. November 2005 'Häusliche Pflege und Rolle des Haushalts: Ein mikro-ökologischer Zugang zur Gesundheit' / 'Home Care and Agency of the Household: A Micro-Ecological Approach to Health' durch.
Programm: PDF-Dokument
2006 20./21. Januar 2006 internationales Symposium 'Narratives: Interdisziplinäre Perspektiven' in Bern.
Corina Salis Gross, Catherine Moser und Heinrich Kläui.
Programm: PDF-Dokument
2007 26./27. Oktober 2007 internationales Symposium 'Alte, Alter und Altern' in Basel.
Piet van Eeuwijk und Corina Salis Gross in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Forum 'Alter&Migration'. Programm: in Deutsch und Französisch und Flyer auf Deutsch und Französisch. Abstract (PDF Dokument).
2008 12/13 September 2008 Symposium Primary Health Care and Social Equity - Illusion or Reality? in Basel.
Weitere Informationen : PDF-Dokument.
2008 PANEL AN DER SEG-JAHRESKONFERENZ WURDE ABGESAGT UND DURCH EINE MASTERCLASS ERSETZT!
Titel / Thema: Vertrauen und Gesundheit/Trust and Health, mit PD Dr. M. Endress
Termin: 20.12. 2008 am Ethnologischen Seminar in Basel
Weitere Informationen:
Präsentationen: Peter Winch (ppt); Noel Tshibangu (ppt 1, 2); Alexander Bischoff (pdf); Jeannine Coreil (ppt)
Fotos: 1, 2, 3

Universitäre 'Post-graduate' Veranstaltungen

Seit 2000

Interuniversitäre Weiterbildung zur Erreichung des 'Masters of Public Health/MPH' (Bern, Zürich, Basel): Modul «Migration und Public Health», initiiert unter anderem durch MAS, seither regelmässige Beteiligung von ReferentInnen der MAS an dieser Veranstaltung.

Modul-Ausschreibung: Dokument PDF

Genauere Angaben sind zu finden unter: www.public-health-edu.ch

Kommissionsmitglieder:

Abraham Andrea, Bauer Theres, Büchi Silvia, Gross Karin, Hälg Regula, Kläui Heinrich, Moser Catherine, Obrist Brigit, Salis Gross Corina, Schuster Sylvie, Steuer Noemi, van Eeuwijk Piet, Verwey Martine, Winzeler Katja.

Ausschuss:

Obrist Brigit (Präsidentin), Moser Catherine (Vize-Präsidentin), Hälg Regula (Finanzverantwortliche), Winzeler Katja (Kommunikationsverantwortliche)

Jahresbericht

Als erstes möchte ich Martine Verwey und Piet van Eeuwijk für ihr Engagement als Präsidentin bzw. Vize-Präsident der MAS-Kommission ganz herzlich danken. Nach drei bzw. sechs Jahren im MAS-Präsidium können sie sich nun etwas zurücklehnen und einem neuen Team die Leitung anvertrauen. Im vergangenen Jahr haben sich auch drei Mitglieder aus der Kommission zurückgezogen. Ich danke Stefanie Granado, die nach der Promotion nun andere Wege geht, sowie Alex Schwank, der nun wieder vermehrt seinen vielen anderen Verpflichtungen nachkommt, für ihre langjährige aktive Mitarbeit und freue mich, dass sie im IKMAS (s. unten) mitmachen.

Die MAS-Kommission hat sich zweimal getroffen, am 30. Januar und 10. November 2007, und sich an der zweiten Sitzung eine neue Organisationsstruktur gegeben. Auf vielseitigen Wunsch und in Absprache mit dem SEG/SSE-Vorstand können nun Medizinethnologie-Interessierte bestimmen, ob sie Mitglied der MAS-Kommission werden und aktiv an der Organisation von Veranstaltungen mitarbeiten wollen oder lieber Mitglied des Interessenkreis (IKMAS) sein und nur über Aktivitäten informiert werden möchten. Mitglieder der MAS-Kommission können sich zudem in die administrative Leitung (MAS-Ausschuss) wählen lassen. Genauere Informationen zur neuen Organisationsstruktur finden sich auf der Homepage der SEG/SSE.

Unser jährliches internationales Symposium befasste sich am 26./27. Oktober 2007 mit dem Thema 'Alte, Alter und Altern'. Piet van Eeuwijk und Corina Salis Gross von der MAS organisierten das Symposium in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Forum 'Alter&Migration'. Tagungsort war die Universität Basel. Gemäss den Rückmeldungen bot das Symposium aktuelle und differenzierte Einblicke in die aktuelle Theorie und Praxis von 'Ageing'.

Im Rahmen der SEG-Jahreskonferenz am Ethnologischen Seminar der Universität Basel und am Museum der Kulturen Basel veranstaltete die MAS am 30. November/1. Dezember 2007 ein Panel mit dem Titel ''Health on the Move' ? Gesundheit und Krankheit in einer globalisierenden Welt/'Health on the Move' ? Health and Illness in a Globalising World'. Das von Piet van Eeuwijk, Brigit Obrist und Katja Winzeler organisierte Panel stiess auf reges internationales Interesse, insbes. auf der Seite der ReferentInnen, und ergab dadurch ein vielfältiges Bild von Zusammenhängen im Bereich von 'Globalisierung und Gesundheit'.

Für 2008 plant die MAS im Sommer ein Kolloquium zum Thema "Gesunde Kinder" und im Herbst ein internationales Symposium "30 years after Alma Ata: Primary Health Care in past, present and future" sowie im Winter 2008 ein Kolloquium als Panel innerhalb der SEG-Jahreskonferenz in Genf zu einem aktuellen theoretischen Thema der Medizinethnologie.

MAS (Medical Anthropology Switzerland)
c/o Prof. Dr. Brigit Obrist (Präsidentin)
Ethnologisches Seminar der Universität Basel
Tel.: +41 (61)267 27 45,
Fax: +41 (61)267 27 47
Email: brigit.obrist@unibas.ch 

Universität Basel, Ethnologisches Seminar

Universität Bern, Institut für Sozialanthropologie

Universität Freiburg, Seminar für Sozialanthropologie

Université de Lausanne, Institut d'anthropologie et sociologie

Universität Luzern, Kultur- und Sozialanthropologie

Université de Neuchâtel, Institut d'ethnologie

Universität Zürich, Ethnologisches Seminar

Swiss Tropical Institute

Swiss Forum for Migration and Population Studies

AG Medical Anthropology der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde e.V.

Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin

Universität Heidelberg Tropenhygiene und öffentliches Gesundheitswesen

AG Medical Anthropology

Arbeitsgruppe Medizinethnologie und Interkulturelle Kommunikation (AMIKO)

Universität Bonn, Medizinhistorisches Institut

Universität Gießen, Institut für Geschichte der Medizin

AG Komplementärmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Aix-en-Provence (France) AMADES (Anthropologie Médicale Appliquée au Développement et à la Santé)

Society for Medical Anthropology (SMA) of AAA, Washington (USA)

WWW Virtual Library: Medical Anthropology

Medical Anthropology Web

Multicultural Mental Health Australia (MMHA) (many relevant journals, access to abstracts and useful links)

Masterclasses und Vorträge mit Arthur Kleinman in den Niederlanden

Am 10. und 11. Januar 2005 organisierten fünf niederländische Institutionen vier Weiterbildungsveranstaltungen mit dem amerikanischen Psychiater und Ethnologen Prof. Dr. Arthur KLEINMAN, bekannt auf dem Gebiet der transkulturellen Psychiatrie und zugleich wissenschaftlich aktiv in der Medizinethnologie und sozialen Medizin. Die von 'Mikado', dem nationalen Wissenszentrum für transkulturelle psychische Gesundheitsversorgung und vom Trimbos-Institut, dem nationalen Wissensinstitut für Public Mental Health und Suchtfragen, am 10. Januar in Utrecht organisierte Masterclass Mental health and (cultural) responses on social suffering mit über 75 Teilnehmenden richtete sich an Gesundheitsfachleute, Manager, Konsulenten  und Forschende. Was Arthur KLEINMAN generell unter kontextbezogener psychischer Gesundheitsversorgung versteht, vertieften die ergänzenden, auf die niederländische Situation eingehenden, Referate von Annemiek RICHTERS (Universität Leiden), Mental health care and moral responses to social suffering in the Netherlands, und von Els VAN DONGEN (Universität Amsterdam), Ethnography: meaning and marginality. In der Diskussion war man sich einig über das Konzept vom Körper als Mittler zwischen individuellen und kollektiven Erfahrungen sowie darüber, dass die Ursache vieler medizinischer Probleme nicht individueller Art, sondern Folge zwischenpersönlicher Erfahrungen sozial erlittenen Leidens sind. KLEINMAN unterstrich, dass Kultur bei dieser Problematik nicht eine einzige Variable ist, sondern alle Erfahrungsaspekte betrifft. Wird ein dynamischer Kulturbegriff allgemein in der Sozialwissenschaft verwendet, ist dies in der Medizin ein weniger vertrauter Gedanke; daher die Bedeutung dieser Masterclass.

Im zweiten Block, die für rund 250 Personen öffentliche Trimbos-Lecture zum Thema Culture and psychiatric diagnosis and treatment: What are the necessary therapeutic skills?, betonte KLEINMAN, dass die allgemein in der Schulmedizin vorherrschenden Vorstellungen über Kultur  neue Einsichten aus der Ethnologie keineswegs berücksichtigen. Die moderne Ethnologie vertritt die Idee von geschlossenen Gesellschaften mit geteilten kulturellen Bedeutungen nicht, weil dies zu gefährlichen Stereotypisierungen führt. Provozierend KLEINMANs 'Erstaunen' darüber, dass die starke Aufmerksamkeit  für den Umgang mit kulturellen Unterschieden  nicht mit Wirkungsanalysen einhergeht. Ob systematische Aufmerksamkeit für die Dimension Kultur die Gesundheitsversorgung verbessere, sei nicht evident. Evaluationen seien aber zwingend, weil es viele Mythen über die Bedeutung von Kultur und kultursensitiver Versorgung gebe. KLEINMAN zufolge sollten Gesundheitsfachleute lernen, eine ethnographische Haltung einzunehmen.

Am nächsten Tag fand in Amsterdam eine Masterclass für Doktorandinnen und Doktoranden mit 30 Teilnehmenden statt, gemeinsam organisiert durch die 'Amsterdam School for Social Science Research' (ASSR) der Universität Amsterdam, das Centrum '45 – eine Stiftung für die Behandlung  von und die Erforschung der Folgen organisierter Gewalt – sowie die 2003 gegründete, 106 Mitglieder umfassende, Sektion 'Transkulturelle Psychiatrie' der Niederländischen Psychiatrischen Vereinigung. Das Seminarthema, The cross-cultural experience of trauma, wurde anhand von vier Forschungen zur Fragestellung The experience of trauma in Africa und sechs Berichten zu The  experience of  trauma in the Netherlands vertieft. Beim Kommentar und bei den Anregungen nach jedem Referat kam KLEINMANs vierzigjährige Lehr- und Forschungserfahrung voll zum Tragen. In der abschliessenden öffentlichen Vorlesung Crisis of moral experience in health and medicine. How the political economy and cultural changes alter the experience of care-giving and suffering brach KLEINMAN für 150 Zuhörer noch einmal eine Lanze dafür, traditionelle Grenzen zwischen Fachgebieten zu durchbrechen und ethnographisch gestützte medizinische Versorgung  (anthropologically-informed care) in die klinische Praxis zu integrieren.

Zürich im Januar 2005
Martine Verwey

—> Tagungsbericht (PDF-Dokument)

Mitglieder

Basel: Stefanie Granado, Seraina Müller, Brigit Obrist, Alex Schwank, Peter van Eeuwijk; Bern: Heinrich Kläui, Catherine Moser, Corina Salis Gross, Gabriela Wallimann/Edith Gabriel; Genf: Catherine Ammon, Laurence Ossipow; Lausanne: Ilario Rossi; Zürich: Livia Schubiger/Daniel Margulies, Martine Verwey, Regula Weiss

Jahresbericht

An erster Stelle vermelden wir einen wichtigen Wechsel an der 'Spitze' der MAS: Am 3. Februar 2005 hat mich Martine Verwey (Zürich) gemäss 'Ämterrotationsfahrplan' als Präsidenten abgelöst respektive wurde sie in dieses Amt gewählt. Ich werde nach dreieinhalb Jahren Präsidentschaft der MAS in das Amt des Vize-Präsidenten zurücktreten. Ich wünsche Martine Verwey im Namen aller MAS-KollegInnen eine erfolgreiche und nicht allzu stürmische Zeit der Präsidentschaft. Auch möchte ich Brigit Obrist herzlich danken für ihre Amtszeit als Vize-Präsidentin der MAS.

Unser jährliches internationales Symposium fand am 5./6. November 2004 unter dem Titel 'Die Politik der Emotionen: Zur Wechselwirkung zwischen neuen psychiatrischen Erklärungsmodellen und sozialen Veränderungen' im Völkerkundemuseum Zürich statt. Diese gut bis sehr gut besuchte Veranstaltung befasste sich mit der Hauptfrage nach gesellschaftlichen Veränderungen und neuen Bedürfnissen und deren Einfluss auf die psychiatrisch-psychotherapeutische Landschaft. Diese Fragestellung wurde vornehmlich aus der Perspektive der Psychotherapie und der Medizinethnologie angegangen. Insgesamt fünf ReferentInnen haben dazu inhalts- und erfahrungsreiche sowie innovative Antworten zu geben versucht. Nach diesen Referaten wurden in Workshops am Beispiel von Fallvignetten mit den ReferentInnen Möglichkeiten und auch Grenzen von konkreter Anwendung der verschiedenen vorgestellten Konzepte in einem psychiatrischen Setting durchgespielt und besprochen. Ein abschliessendes Podiumsgespräch fasste nochmals kurz die jeweiligen wichtigsten Aussagen zusammen.

Leider konnten wir im zweiten Halbjahr 2004 kein regionales Vernetzungs- und Nachwuchstreffen durch die MAS organisieren (verschoben auf Februar 2005).

Die weiteren geplanten Veranstaltungen der MAS des Jahres 2005 finden sowohl anfangs als auch am Ende des Jahre 2005 statt. Ich weise vor allem auf den unten stehenden Veranstaltungskalender der MAS hin.

Ankündigung von MAS-Veranstaltungen

2005 Ein eintägiges Nachwuchs- und Vernetzungstreffen wird in Basel am 22. Februar 2005 zum Thema 'Qualitative Analysemethoden im Bereich Gesundheit und Krankheit' stattfinden. Stefanie Granado (MAS) hat diese Veranstaltung organisiert.
Siehe Programm: PDF-Dokument
  Ein weiteres Nachwuchs- und Vernetzungstreffen wird in Lausanne im Herbst/Winter 2005 unter dem Titel 'La notion d'efficacité symbolique en question: une réflexion interdisciplinaire' durchgeführt. Jérôme Debons (MAS) wird dieses Kolloquium organisieren. Weitere Informationen werden wir auf der Homepage veröffentlichen.
  Am 26. November 2005 führt die MAS im Rahmen der SEG-Konferenz Neue Perspektiven in der ökonomischen Anthropologie / Nouvelles perspectives en anthropologie économique / New perspectives in economic anthropology (24.-26.11.2005) in Bern ihr jährliches internationales Symposium als Panel zum Thema 'Häusliche Pflege und Rolle des Haushalts: Ein mikro-ökologischer Zugang zur Gesundheit' / 'Home Care and Agency of the Household: A Micro-Ecological Approach to Health' durch.
Programm: PDF-Dokument (Anmeldung bis zum 19. November 2005)
Zur Vorbereitung lesen Sie bitte folgende Literatur zum Thema: Eine aktuelle englischsprachige Diskussion, welche die Zeitschrift 'Medische Antropologie' in Amsterdam als PDF-Dateien zur Verfügung gestellt hat (1: Young 2002 / 2: Diskussion 2004)
Organisatorin: Martine Verwey (MAS).
2006 Am 20./21. Januar 2006 wird die MAS ihr zweitägiges internationales Symposium zum Thema 'Narratives: Interdisziplinäre Perspektiven' in Bern durchführen.
Corina Salis Gross, Catherine Moser und Heinrich Kläui (alle MAS) sind die OrganisatorInnen dieser Veranstaltung.
Programm: PDF-Dokument

Ankündigung von Veranstaltungen mit MAS-Beteiligung

2005 Die französische AMADES (Anthropologie Médicale Appliquée au Développement et à la Santé) organisiert unter anderem in Zusammenarbeit mit MAS ein 3-tägiges Symposium unter dem Titel 'Prévoir et Prédire la Maladie. Von der Wahr- und Weissagung zur Vorhersage. Kenntnisse, Praktiken, Techniken' in Ascona (3.-5. März 2005). Siehe http://www.amades.net/actualites/collamades/collamades03.html oder http://www.amades.net/actualites/collamades/ascona_d.htm
Programm: PDF-Dokument
Das MAS-Mitglied Ilario Rossi ist Co-Organisator dieser Tagung.
  Die 'Public Health'-Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Prävention und Gesundheitswesen (SGPG) und des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern findet unter dem Titel 'Welche Evidenz für Evidence-based Public Health?' vom 23.-24. Juni 2005 im Inselspital Bern statt.
Programm: PDF-Dokument
Catherine Ammon (MAS) ist Co-Organisatorin dieser Konferenz.
  Panel of the Work Group Medical Anthropology (5th October, 1.45pm - 6pm): "Medical Anthropology Perspectives on Health, Violence and Conflicts" (Conference of the German Anthropological Association (GAA), "Conflicts – Human Rights – Interventions"). Halle / Saale, 4th - 7th October 2005
  Vom 16.-18. November 2005 findet wiederum im Rahmen des Interuniversitären Weiterbildungsprogrammes 'Public Health' (der Universitäten Basel, Bern und Zürich) das Kursmodul 'Migration und Public Health' in Bern statt (in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Tropeninstitut Basel/STI und der Koordinationsstelle für Weiterbildung/KWB der Universität Bern). An diesem Kurs, der von Corina Salis Gross (MAS) und Christina Hausammann (KWB) koordiniert wird, sind unter anderem auch einige ReferentInnen der MAS aktiv beteiligt. Weitere Informationen werden wir auf der Homepage veröffentlichen.


Publikationen

OBRIST, Brigit und Marcel TANNER. 2004. "Gesundheit und Gesundbleiben durch Partnerschaft: 60 Jahre Erfahrung am Schweizerischen Tropeninstitut". Regio Basiliensis 45.2: 139-147.

VAN EEUWIJK, Peter. 2004. "Altern und Gesundheit in Städten Indonesiens. Medizinethnologische Forschung zu 'Health Transition'". Tsantsa 9: 123-126.

VAN EEUWIJK, Peter 2005. "Elderly People with Chronic Illnesses in Urban North Sulawesi (Indonesia)". Media Kesehatan 1.1: 17-22.

Ankündigung (für Sommer 2005):
VAN EEUWIJK, Peter und Brigit OBRIST (Hrsg.). Vulnerabilität, Migration und Altern. Medizinethnologische Ansätze im Spannungsfeld von Theorie und Praxis. Zürich: Seismo-Verlag.

 

Peter van Eeuwijk
(abtretender Präsident/neu: Vizepräsident MAS)

Mitglieder

Basel: Stefanie Granado, Seraina Müller, Brigit Obrist, Alex Schwank, Peter van Eeuwijk; Bern: Heinrich Kläui, Catherine Moser, Corina Salis Gross, Gabriela Wallimann; Genf: Catherine Ammon, Laurence Ossipow; Lausanne: Ilario Rossi; Zürich: Livia Schubiger/Daniel Margulies, Martine Verwey, Regula Weiss

Jahresbericht

Wie zuvor in den letzten Jahren stehen wir im Spätsommer/Herbst vor der Durchführung unseres jährlichen internationalen Symposiums, das im November 2004 unter dem Titel 'Die Politik der Emotionen' in Zürich stattfinden wird. Es sei an dieser Stelle auch der Hinweis erlaubt, dass die Organisation solch grosser Konferenzen mehr als ein Jahr intensiver Arbeit mit sich bringt und viel Energie der Veranstaltenden verbraucht - und deshalb diese Veranstaltungen auch ohne Weiteres als das 'Highlight des Jahres' für die MAS betrachtet werden können.

Im April 2004 fand wiederum im Rahmen des Interuniversitären Weiterbildungsprogrammes 'Public Health' (der Universitäten Basel, Bern und Zürich) das Kursmodul 'Migration und Public Health' in Bern statt (in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Tropeninstitut Basel/STI und der Koordinationsstelle für Weiterbildung/KWB der Universität Bern). An diesem Kurs, der von Corina Salis Gross (MAS) und Christina Hausammann (KWB) koordiniert wird, waren unter anderem auch einige ReferentInnen der MAS aktiv beteiligt.

Nachdem die MAS nun einen relativ guten Vernetzungsgrad innerhalb der Schweiz erreicht hat, wandte sie sich im 2004 auch ausserschweizerischen Netzwerken zu. Hier sei insbesondere die gute Kooperation und der fruchtbare Austausch mit der deutschen AG 'Medical Anthropology' der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) zu erwähnen. Des weiteren war die MAS anlässlich der EASA-Konferenz (European Association of Social Anthropologists) in Wien (September 2004) bei der Planung eines europäischen EASA-Netzwerkes 'Medical Anthropology' präsent und mit einbezogen. Diese Vernetzungsprozesse werden wohl in Zukunft noch an Bedeutung zunehmen und müssen deshalb von der MAS verstärkt angegangen werden (etwa zu unseren Nachbarsländern wie Frankreich und Italien).

Da alle weiteren geplanten Veranstaltungen der MAS des Jahres 2004 gegen Ende des Jahres stattfinden respektive auf anfangs 2005 verschoben wurden, weise ich vor allem auf den unten stehenden Veranstaltungskalender hin.
 

Ankündigung von Veranstaltungen

2004 Das nächste MAS-Symposium findet vom 5. bis 6. November 2004 in Zürich im Völkerkundemuseum unter dem Titel 'Die Politik der Emotionen. Zur Wechselwirkung zwischen neuen psychiatrischen Erklärungsmodellen und sozialen Veränderungen' statt. Bitte Programm und Anmeldung unten beachten!
2005 Ein eintägiges Nachwuchs-/Vernetzungstreffen wird in Basel in der 2. Hälfte Februar 2005 zum Thema 'Methoden qualitativer Datenanalyse im Bereich Gesundheit und Krankheit' stattfinden. Siehe das Programm (PDF-Dokument).
Ende Mai 2005 wird die MAS ein zweitägiges internationales Symposium zum Thema 'Narratives: Interdisziplinäre Perspektiven' in Bern durchführen. Weitere Informationen werden wir auf der Homepage veröffentlichen.
Die französische AMADES (Anthropologie Médicale Appliquée au Développement et à la Santé) organisiert unter anderem in Zusammenarbeit mit MAS ein 3-tägiges Symposium unter dem Titel 'Prévoir et Prédire la Maladie. Von der Wahr- und Weissagung zur Vorhersage. Kenntnisse, Praktiken, Techniken' in Ascona (3.-5. März 2005). Siehe http://www.amades.net/actualites/collamades/collamades03.html oder http://www.amades.net/actualites/collamades/ascona_d.htm
Programm: PDF-Dokument

Publikationen

AMMON Catherine and F. MEAN. 2004. «How to Handle an International Sports Event in the Context of SARS Epidemic: the Hygiene and Security Plan Elaborated for the Montreux Volley Masters 2003, Switzerland». International Congress Series Special Issue: Options for the Control of Influenza V. Proceedings of the International Conference on Options for the Control of Influenza V. Edited by Y. Kawaoka, Vol 1263C, pp. 826-829.

OBRIST Brigit. 2004. «Medicalization and Morality in a Weak State: Health, Hygiene and Water in Dar es Salaam». Anthropology and Medicine 11/1: 43-57.

Ankündigung (für 2004/05): VAN EEUWIJK Peter und Brigit OBRIST (Hrsg). Vulnerabilität, Migration und Altern. Medizinethnologische Ansätze im Spannungsfeld von Theorie und Praxis. Zürich: Seismo-Verlag.



Peter van Eeuwijk
(Präsident MAS IKME/CIAM)